Reitprojekt der Sprachfit-Maßnahme

Das therapeutische Reiten stellt einen wesentlichen Teil der ganzheitlichen Wahrnehmungsförderung dar. Insbesondere werden dadurch der sensomotorische und der kognitive Bereich gefördert, wodurch die gesamte Sprachentwicklung positiv beeinflusst wird.

Im sensomotorischen Bereich fördert das Reiten:

  • die visuelle, auditive und taktile Wahrnehmung
  • die Gesamtkörperkoordination
  • das Gleichgewicht und das Körperbewusstsein
  • die Durchblutung der Wahrnehmungsorgane, insbesondere des Ohrs, und somit die Verarbeitung von Sprache

 

Im kognitiven Bereich verstärkt das Reiten:

  • die Lern-und Leistungsbereitschaft
  • das Konzentrationsvermögen
  • die Merk-und Reaktionsfähigkeit
  • das Durchhaltevermögen
  • die Begriffsbildung

 

Der große Vorteil des Reitens ist, dass alle genannten Entwicklungsbereiche angesprochen werden, ohne dass die Schüler*innen eine eigenständige Leistung erbringen müssen. Bei jedem Schritt des Pferdes werden etwa 300 Signale an das Hirn des Kindes gesendet. Während des Reitens wird sichtbar, wie sich der positiv gespannte Sitz -angeregt durch die Pferdebewegung - auf die Gesichtsmuskeln der Schüler*innen auswirkt. Ihnen gelingt ein Mundschluss, sie beginnen im Rhythmus der Bewegung durch die Nase zu atmen, was ihnen sonst kaum möglich ist. Über das Reiten werden im gesamten Körper die Muskeln so trainiert, dass die Bildung von Lauten mit Spannung, z.B. von Plosiven und Zischlauten, besser gelingt. Im Trab, der diagonale Impulse an die Haltung der Schüler*innen sendet, wird die Verknüpfung beider Hirnhälften angeregt.

Das Reitprojekt findet auf dem Hof Hasselbusch statt und wird von diesem unterstützt. Vielen Dank dafür!

 

 
 

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